Rituale sind Rhythmus im gemeinsamen Rund

Montag 6 Juni 2016

Schule Christophine Tagesablauf Mai 2016

Das Plenum am Morgen setzt sich wie alle anderen von den Schulkindern gemanagten Versammlungsrunden zusammen aus einer ganzen Reihe von Formeln und Gesten. Ein Kompendium an Formularen und Gewohnheiten bestimmt den Ablauf im großen Schulkreis. „Hat noch jemand etwas zu sagen?“, fragen die Schulkinder, bevor sie das Wort weitergeben und den Nebensitzern dabei aufs Knie tippen. „Ich habe dazu drei Sachen zu sagen“, beginnen sie gerne ihre Einlassungen und Erwiderungen zu Erzählungen, Vorträgen oder Konflikten. „Jetzt wird die Tafel vorgelesen“, sagt zum Schluss die Chefin des Plenums. Nach einem von den Kindern gesetzten Schlüssel ist immer schon ermittelt, wer den Tagesablauf verlesen darf. Die quasi immer gleiche Struktur ihrer Schultage, so sagen die Kinder, hat sich bewährt.

Schule Christophine im Morgenrund 2016

Und mit der Litanei der Stundentafel verbinden die Schulkinder das Ende der Verbindlichkeiten in der großen Gruppe und den Start in die Verpflichtung zur Schularbeit alleine oder in kleineren Teams. Vorweg geht das Ritual der täglichen Abfrage über die Bühne. Jedes gemeinsame Rund untertags endet mit der Abfrage: „Was arbeitest du?“ Der jeweilige Hüter des Whiteboards fragt der Reihe nach alle Anwesenden, bis Klarheit darüber herrscht, was in der anstehenden Runde „Tischarbeit“ im Schulsaal an Lernsituationen zu erwarten ist. „Ich mach Mathe.“ – „Ich mache Malenschreiben.“ – „Wir forschen.“ Und dann stürmen die ersten los, um sich mit weiteren, kleinen persönlichen Ritualen – „Ich hab keinen Ratzefummel.“ – „Wo ist das Schreibpapier?“ – den Weg zum eigenen Lernen zu bahnen.

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