Tischarbeit ist ein schulisches Prinzip

Montag 20 April 2015

Christophine Tischarbeit auf der Treppe 2015

Es hatte uns eine interessierte Lehrerin besucht. Ihr war anerkennend aufgefallen, wie viel Raum und Zeit die Schulkinder an der Christophine vorfinden und für ihr Lernen nützen können. „Tischarbeit“, ruft immer ein Kind am Ende des mehrmals täglich stattfindenden Plenums. Zuvor haben sich alle über ihre Vorhaben geäußert, um Verabredungen mit möglichen Partnern und Partnerinnen treffen zu können. Und dann gehen alle an die Arbeit. Tischarbeit versteht die Marbacher Pädagogik als ein Prinzip schulischer Tätigkeit, dass den Kulturtechniken ihren Platz im offenen Lerngeschehen sichert.

Der Begriff Tischarbeit steht beispielhaft für die Verbundenheit mit einem gediegenen Möbel wie dem Sekretär, an dem akkurat und fleißig gearbeitet wird. Weiter kann Tischarbeit stattfinden wie an einer großen Küchentafel, an der in geselliger Runde das Gemüse geschnippelt und die Mahlzeit gemeinsam eingenommen wird. Tischarbeit ist keine Bedingung für den Gegenstand des Lernens. Auch ist Tischarbeit nicht der Zwang, die Schulbank zu drücken. Wenn also jemand „Tischarbeit“ ruft, ist das Plenum beendet und das Signal gegeben, an die Arbeit zu gehen. Die einen sitzen dann in konventionellem Sinn am Tisch über ihren Heften und Blättern, andere suchen in den Regalen ihre Werkzeuge zusammen und verkriechen sich aufs Sofa oder in ein ruhigeres Eck. Manche breiten sich auf den Dielen aus, andere arbeiten auf der Treppe. Und bei schönem Wetter selbstverständlich draußen.

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Schulleiter Lorenz Obleser, mobil 0170 31 10 452


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