Erfinden als vergnügliche Tischarbeit

Donnerstag 9 April 2015

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40 Euro sind viel Geld und ein ganzer Haufen Münzen. Über den Tisch geschüttet ist es eine große Menge, die zum Sortieren einlädt, zum Hin- und Herschieben auffordert. Wenn den Schulkindern die Kiste mit den kleinen Kupferscheiben wieder einmal in den Sinn kommt, dann findet an der Christophine die Erfinderkonferenz statt.

Vom Cent-Stück in der Mitte wachsen Fraktale in die Fläche. Es legen sich Spiralarme über den Tisch. Strukturen, anhand derer sich mathematische Gesetze erkennen lassen, bilden sich. An guten Tagen ist in einer Erfinderkonferenz das ganze arithmetische Repertoire sichtbar. Einer rennt los, den Spiegel zu holen, um der plötzlichen Symmetrie nachzuspüren, eine andere vermisst die Tischkante mit ihren Plättchen. Auch erinnern sich die Schulkinder an ihr Erfinderheft, in dem sie ihre Tischgebilde dokumentieren. Die Zeichnung oder Beschreibung im Heft und der Austausch im Gespräch hieven die vergnügliche Tischarbeit auf eine andere Ebene und halten den Bildungsprozess in Gang. Und weil Lernen gerne elliptischen Figuren folgt, kommt es immer wieder vor, dass die Kodierungen der Erfindungen der Schulkinder wieder zurück auf den Tisch finden. Und dann liegen Zahlzeichen und Terme vor einem, die deutlich machen, welche Anerkennung unsere Kulturtechniken und -leistungen bei den Schulkindern erfahren. Derart angerichtet darf solche Tischarbeit gerne als kleine Feier im Ablauf des Unterrichts entsprechend der Marbacher Pädagogik gewürdigt werden.

>> Inspiriert von Kerensa Lee: Kinder erfinden Mathematik

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