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Tag der offenen Tür

Sonntag, 1. Juli 2018
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Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Schule Christophine.

Wir sind eine kleine Grundschule in privater Trägerschaft. Im Jahr Januar 2009 haben wir den Unterrichtsbetrieb aufgenommen.

Die Größe unserer Lerngruppe entspricht einer kleinen Schulklasse. Die Kinder sind zwischen 6 und 10 Jahre alt und gestalten ihren Schultag in unserem offenen Unterricht gemeinsam mit zwei bis drei Erwachsenen.

Mehr dazu in der Rubrik >>> Marbacher Pädagogik [in Arbeit].

 

Unser Schulhaus steht in Marbach in der Ludwigsburger Straße 24a.

Benannt ist die kleine Marbacher Schule Christophine nach der Schwester des Dichters, Theaterschriftstellers und Philosophen Friedrich Schiller.

 

 

Elisabeth Christophine Friederike Schiller wird in Marbach am 4. September 1757 als erstes Kind von Dorothea und Johann Caspar Schiller geboren. Sie wird Vertraute und lebenslange Briefpartnerin ihres Bruders Friedrich Schiller. Während der Bruder in des Herzogs Karlsschule gezwungen wird, darf sie keine Schule besuchen.

Ihre beste Freundin, die Malerin Ludovika Simanowiz, weckt ihr künstlerisches Talent, das sie zeitlebens pflegt. Viele Aquarelle und Zeichnungen sind von ihr erhalten. Mit der Malerei verdient sie sogar etwas Geld. 1786 heiratet sie den Bibliothekar Wilhelm Friedrich Hermann Reinwald, den sie über ihren Bruder kennenlernt. Mit ihm lebt sie im thüringischen Meiningen. 1796 reist sie zu ihren Eltern und Schwestern auf die Solitude nach Ludwigsburg, um der an Typhus erkrankten Familie beizustehen. Als Witwe kehrt sie 1820 für zwei Jahre nach Marbach zurück.

Christophine steht für ein typisches Frauenleben der Goethezeit: als Tochter, Schwester und später als (nicht sehr glückliche) Ehefrau sollte sie gehorsam sein und ihre Pflicht erfüllen. Ihr Buch ‚Schillers Jugendjahre‘ wird viel beachtet. Sie stirbt fast neunzigjährig am 31. August 1847.

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Zeichnung von Jolanda Obleser

Christophine passt zu uns. Als ältere Schwester war sie quasi Friedrich Schillers erste Lehrerin. Formelle Schulbildung kam ihr nie zugute, weshalb sie eine Protagonistin selbstgesteuerten Lernens ist. Ein Leben lang war sie, auch für ihren schreibgewandten Bruder, vielen Menschen eine anregende Briefpartnerin. Den Wert von Bildung wusste Christophine sehr gut zu taxieren, schließlich verdingte sie sich auch als Zeichenlehrerin.“

Lorenz Obleser